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Was sollen wir denn da nur posten?

VERÖFFENTLICHT AUF April 2nd - veröffentlicht in Facebook

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Ganz ehrlich: Man fühlt sich doch regelrecht unter Druck gesetzt als Unternehmen heutzutage! Noch keine Facebook-Page? Noch kein Twitter-Account? Das kann ja nichts werden mit der Reputation, dem Umsatz und überhaupt …- An diesem Punkt sind viele Unternehmer, mit denen ich derzeit spreche. Im Grunde haben sie einen gut gepflegten Widerstand gegen “diese Social Networks”, der sich aus wenigen Behauptungen, meist aus zweiter Hand und aus privater Erfahrung, speist.

 

Doch irgendwie ist ihnen klar, dass sie sich diesen Kommunikationsmedien auf Dauer nicht verschließen können. Haben sie diesbezüglich schon einmal ein wenig nachgedacht, sind sie immerhin zu dem Schluss gelangt, dass Social Media noch keine Inhalte sind, sondern allein Medien. Das führt dann unweigerlich zu der grundlegenden Frage: “Was sollen wir denn da nur posten?” Meistens ergänzt um den Hinweis: “So viele neue Unternehmens-Nachrichten haben wir doch gar nicht jeden Tag.” – Dann gibt es aber auch diejenigen, die ohne jegliche störenden Zweifel einfach ihre Social Accounts eröffnen und munter nur über das posten, was sie selbst am meisten interessiert: über sich selbst.

 

Die gute und die schlechte Nachricht

 

Hier kommt die gute und die schlechte Nachricht für beide: Für Ihre Unternehmens-News oder gar Ihre Marketing-Sprechblasen interessiert sich sowieso niemand! (Jetzt vielleicht einmal abgesehen von Ihrem Vorstand, Ihrem Ehepartner und noch ein, zwei anderen Stakeholdern.) Niemand will dauernd bloß hören, wie toll Sie sind; oder welches Sonntagsblatt schon wieder Ihre Produkte im redaktionellen Teil eines Anzeigenkollektivs über den grünen Klee gelobt hat. Werbebotschaften haben auch ihren Sinn. Aber nicht Werbliches ist oft die beste Werbung. Denn Ihre Zielgruppe, Ihr Netzwerk will Nutzen. Was das ganz konkret ist, hängt von Ihrer Firma und Ihrem Produkt ebenso ab wie von Ihren Empfängern. Ein gewisses Maß an Stolz auf Erfolge ist dabei durchaus erlaubt, wenn es authentisch ist. Wenn es das Bild rund macht und zu einem größeren Ganzen beiträgt.

 

Angeregt ist dieser Beitrag hier übrigens von Kathrin Passig und von der Diskussion, die sich auf ihre Frage hin bei Google+ entsponnen hat.  Deswegen greife ich im Folgenden auch das eine oder andere noch einmal auf, das ich an anderer Stelle schon gesagt habe, und deswegen sei einmal mehr der direkte Vergleich mit zwischenmenschlichen Begegnungen erlaubt:

 

Gesunder Menschenverstand und Sozialkompetenz

 

So wie Kommunikation und PR insgesamt sehr viel mit gesundem Menschenverstand zu tun haben, kommt man in Social Networks mit ganz normaler Sozialkompetenz schon sehr weit, eben weil es um Dialoge mit und zwischen Menschen geht. Deswegen lassen Sie uns das Ganze einmal stark vereinfachen und mit einer Party vergleichen. Twitter als Einbahnstraße für PR-Verlautbarungen zu verwenden oder auf Facebook nur Marketing-Sprechblasen absondern: Das ist ungefähr so sinnvoll, wie auf einer Party rumzugehen und den Leuten zu erzählen, wie toll einen alle finden. Jegliche Form von Kommunikation sollte sich danach richten, was allen Gesprächspartnern nützt, im Social Web wie im richtigen Leben. Ansonsten sind die Gesprächspartner einfach weg.

 

Auf der Party ebenso wie auf der Facebook-Seite. Nur dass man sich auf der Party manchmal nicht ganz so schnell vom Acker machen kann, sondern erst noch eine Ausrede erfinden muss (“Muss mal schnell die Nase pudern …” “… hole mir eben ein Getränk …” “… fällt mir grade ein, dass ich zu Hause den Herd angelassen habe …”)

 

Bei Facebook, Twitter oder Google+ dagegen klickt man einfach weg, enfolgt, de-abonniert oder blockt sogar. Der Sender merkt es im Zweifel gar nicht, und postet munter weiter – und wundert sich irgendwann, warum von seinen drei Fans nur noch einer übriggeblieben ist, und das ist dann garantiert jemand, der eh nie in seinen Facebook-Account guckt. So etwas führt dann schlimmstenfalls dazu, dass Unternehmer meinen, man müsste Facebook-Fans kaufen oder Twitter-Followerzahlen mit Tricks und Technik aufblasen – weil man auf andere Weise keine kritische Masse überschreitet. Lassen Sie sich gesagt sein: Gekaufte Fans sind überhaupt keine kritische Masse. Sie interessieren sich meistens nicht einmal für echte Inhalte, die Sie posten würden. Geschweige denn dafür, diese an ihr eigenes Netzwerk weiterzuverbreiten.

 

Sie wollen die Leute ja nicht nur anziehen. Sie wollen auch, dass diese das Gelesene oder Gesehene weiterverbreiten. Dazu müssen Sie aber die Motivationen kennen, aus den heraus andere Ihre Inhalte zu teilen bereit sind. Sie müssen Bindung und Identifikation erzeugen. Und Sie müssen Inhalte schaffen, die zum Teilen anregen.

 

Natürlich geht es um Verkäufe!

 

Natürlich geht es auch darum, für Angebote zu werben, Image zu erzeugen, Reputation aufzubauen, letztlich: zu verkaufen. Wozu sollte sich sonst eine Firma, eine Kommunikationsabteilung die ganze Arbeit machen? Das ist so lange kein Problem, wie es offen geschieht und gleichzeitig einen Nutzen für die Empfänger in sich trägt, der über die reine Werbebotschaft hinausgeht. Deswegen müssen Firmen begreifen, dass Social Networks keine Verkaufstrichter sind; dass der Atem länger und das Bild größer sein müssen.

 

Wenn das Gesamtbild und der Nutzen stimmen, sind Menschen auch in Social Networks gerne bereit, ein gewisses Maß an Werbung zu tolerieren.Werbebotschaften haben durchaus ihren Platz in der Kommunikation. Etwa dort, wo es um die Identifikation mit Marken geht. Haben Sie einmal eine solche hochwertige Marke aufgebaut, dann werden Sie erleben, dass sich Menschen gerne mit Ihrem Logo schmücken oder selbst für Ihr Produkt werben. Von dem Bedürfnis dazuzugehören speisen sich Fan-Foren für Automarken, Fanclubs für Stars oder eben Facebook-Seiten großer Consumer-Marken. Aber selbst dort werden Sie sehen, dass es nicht mit den genannten Marketing-Sprechblasen getan ist, sondern dass handfester Zusatznutzen eben genau diese Identifikation mit der Marke fördern.

 

Was sucht Ihr Netzwerk?

 

Nicht jeder will das Gleiche. Der Eine sucht die schnelle Information. Der andere will seinen Freundeskreis beeindrucken. Was Ihre Zielgruppe am meisten braucht, wissen Sie selbst am besten. Bevor Sie Ihren Redaktionsplan für die nächsten Monate entwerfen, fragen Sie sich doch bitte, ob die gebotenen Inhalte für Ihr Netzwerk mindestens eine der folgenden Anforderungen erfüllt:

 

  • Unterhaltung
  • Wissensvorsprung
  • schnelle Information
  • finanzielle Vorteile
  • schnellere Information
  • Arbeitserleichterung
  • Kontakte
  • Zugehörigkeitsgefühl
  • Ansehen/Reputation

 

Hinter keines davon können Sie ein Haken machen? Dann lassen Sie es lieber bleiben und überlegen Sie sich etwas anderes.

 

 

 

Eigentümerin:

Die Autorin: Dr. Kerstin Hoffmann berät Unternehmen in klassischer PR & Social Web.
Kontakt: Tel. 02151 970785; kontakt(at)kerstin-hoffmann.de; www.kerstin-hoffmann.de

Der Social Media Benchmark – Wie und warum setzen Marken auf soziale Netzwerke in 2012 | Futurebiz.

VERÖFFENTLICHT AUF Juni 27th - veröffentlicht in Facebook

Unternehmen entwachsen so langsam der Experimentierphase und integrieren Social Media immer tiefer in die eigene . Wie bei jeder neuen Entwicklung gelingt einigen die Umstellung schneller, als anderen und meistens haben “mutige” Marken, die etwas wagen und die VoOrganisationrreiterrolle einnehmen, den Vorteil.

 

Der sogenannte Social Media Benchmark gibt einen guten Überblick über die aktuelle Situation der Unternehmen und zeigt auf, warum Marken Social Media einsetzen, welche Netzwerke sie hierfür verwenden und wie sie den eigenen Erfolg einschätzen.

25 % der Unternehmen starten Aktivitäten in sozialen Netzwerken, um bestehende Online-Kampagnen zu erweitern, oder zu unterstützen

 

Bildquelle

Dies ist jedoch nur ein Ansatz, denn eine reine Portierung von Online-Kampagnen, ist häufig nicht das richtige Mittel, um seine Kunden auf Facebook und Co. anzusprechen. Effizienter sind meist Kampagnen deren Kern Social Media ist. Unabhängig davon wo die Kampagne umgesetzt wird (Webseite, mobile App, soziales Netzwerk), definieren soziale Komponenten die Ausrichtung und Funktionalität der Kampagne. Der gleiche Ansatz gilt nicht nur für Kampagnen, sondern auch für ganze Unternehmen. So ist ein Kern von Fab die Integration und Verknüpfung von Facebook. Ohne diese Anbindung wäre Fab ein vollkommen anderes Produkt und würde von seinen Kunden auch anders wahrgenommen werden.

 

Mit 24 % folgt dich auf der Grund, dass sich die Kunden in sozialen Netzwerken aufhalten und Marken sie dort am Besten ansprechen können. Wie unsicher noch viele Unternehmen sind, zeigt, dass nach wie vor 21 % in einer Testphase sind und ausprobieren, wie Social Media effektiv eingesetzt werden kann.

 

Dass soziale Netzwerke ein zentrales Element der Marketing-Strategie sind, sagen immerhin 18 %. Hierzu muss man aber nochmals anmerken, dass Social Media zwar am häufigsten mit dem Marketing in Bezug gesetzt wird, es aber noch viele weitere Bereiche in Organisationen gibt, die hiervon profitieren können.

 

Ohne Mitarbeiter geht nichts

 

Eines der Hauptprobleme von Unternehmen, ist die Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter. Oft fehlt hierzu die nötige Zeit im Arbeitsalltag, oder Social Media wird so bewertet, dass es eine Art “Nebenbei-Aufgabe” sei. Je intensiver sich eine Marke hiermit auseinandersetzt, um so schneller wird festgestellt, dass nichts über eine kompetenten Mitarbeiter geht, der einerseits weitere Kollegen und schult und zweitens Projekte vorantreibt und für Aufklärung im eigenen Unternehmen sorgt.

 

Lediglich 2 % der verantwortlichen Mitarbeiter gaben an, optimal für Social Media Aktivitäten gerüstet zu sein. Der Großteil (32 %) gab an, dass sie sich gerade verbessern, aber die nötige Zeit hierfür fehlt (57 %), kein Budget vorhanden ist (49 %) und 20 % fehlt das technische Know-How.

 

Technisches Know-How ist ein großer Vorteil, dass wichtigste ist aber ein gewisses Grundverständnis dafür, wie soziale Netzwerke funktionieren, was Nutzer hier wollen und wie ich mich als Unternehmen dort präsentiere, ohne zu werblich zu wirken und somit die Nutzung negativ beeinflusse. Hierfür benötigt man kein technisches Know-How, sondern ein Gespür für seine Kunden.

 

Die Probleme ziehen sich durch die gesamte Analyse. Egal ab Weiterbildung der Mitarbeiter, Integration ins eigene Unternehmen, oder Monitoring, die Probleme bzw. Gründe für eine fehlende Umsetzung sind nahezu immer die gleichen.

 

  • Keine zeit
  • Kein Geld
  • Kein Wissen
  • Keine Verständnis

 

Marken die diese Hürden überwinden, sind klar im Vorteil und haben langfristig gesehen einen großen Vorsprung gegenüber ihren Wettbewerbern. Damit diese Situation eintritt, ist aber entweder eine Geschäftsführung nötig, die den Wert von Social Media erkennt, oder viel Überzeugungsarbeit.

 

Viele Unternehmen befinden sich auf einem sehr guten Weg, einfach ist die Entwicklung aber sicherlich nicht.

 

Bildquelle

Artikelquelle–>http://www.futurebiz.de/artikel/der-social-media-benchmark-wie-und-warum-setzen-marken-auf-soziale-netzwerke-in-2012/

Danke an:

Jan Firsching

 

Andreas Bersch 

Neues von Facebook!

VERÖFFENTLICHT AUF August 6th - veröffentlicht in Facebook, Netzwerk

Wie ich es Euch versprochen habe kam gerade die Meldung von Facebook!

[dropcap style=“circle“ colour=“blue“] W[/dropcap]oher weiß ich, wer die Beiträge in einer Gruppe sehen kann?
Das Häkchen unter den einzelnen Beiträgen zeigt, wie viele Gruppenmitglieder ihn gesehen haben. Auf diese Weise bleibst du auf dem aktuellen Stand der Gruppenaktivitäten.
[image image=“http://editor-page.de/de/wp-content/uploads/2012/08/Zwischenablage02.jpg“ alt=“Bild“ width=“500″ height=“200″]
Gehe über das , um eine Vorstellung zu bekommen, wer ihn gesehen hat und wann.

Jeder, der den Gruppenbeitrag sehen kann, sieht das . Bald auch verfügbar in Unseren Gruppen:

Was ist Das „Facebook hat zwei Seiten!“

VERÖFFENTLICHT AUF August 9th - veröffentlicht in Facebook, Google+, Netzwerk

Facebook hat mehr als 900 Millionen Nutzer. Erfahre, wie du das richtige Publikum für dein Unternehmen erreichst und Kunden daraus gewinnst.

Gerade kürzlich wieder von einem PR-Profi sinngemäß gehört: Facebook sei nun mal ein Medium, auf dem Privatleute vor allem Unterhaltung suchten. Dementsprechend müsse man sich auch als Unternehmen mit unterhaltsamen Inhalten präsentieren. Da schaudert es mich. Denn natürlich stimmt es, dass das Social Network in vielerlei Hinsicht die Nutzungs- und Kommunikationsgewohnheiten im Web verändert hat und bestimmt. Ganz sicher muss man die besonderen Gesetzmäßigkeiten und Funktionen einer Plattform kennen, ehe man sie einsetzt – erst recht in der professionellen Unternehmenskommunikation. Aber es ist schlicht falsch, das immer durcheinander zu werfen. Ein Medium ist ein Medium. Ein Netzwerk setzt sich aus Teilnehmern zusammen. Und diese bestimmen die Inhalte, indem sie sie liefern. Alles andere ist zu kurz gedacht.
[accordion][acc_item title=““Menschen suchen auf Facebook hauptsächlich Unterhaltung”„] Ob die meisten das suchen, müsste man statistisch genau auswerten. Dass nicht jeder das hauptsächlich sucht, kann ich anhand meines Beispiels und des Beispiels vieler Kollegen beweisen…mehr Lesen [/acc_item][acc_item title=““Facebook ist ein Consumer-Medium”„] jaja, genau – und das Telefon ist ein Gerät, an dem man sich nur privat unterhalten kann, oder? …mehr Lesen[/acc_item][acc_item title=““Als B2B-Unternehmen findet man keine Fans auf Facebook”„] Richtig ist: B2B-Unternehmen finden keine Fans auf Facebook, wenn sie sie nicht gezielt aktivieren. Wenn sie dagegen zum Beispiel…mehr Lesen [/acc_item][acc_item title=““Die Inhalte müssen dem Medium folgen – nicht umgekehrt”„]

Video
Es kommt immer darauf an, wie man die Bleistift Spitze Benutzt.

Falsch. Herrschaften! Wer in der Kommunikation führend sein will, setzt Inhalte statt vermeintlichen Trends zu folgen…mehr Lesen[/acc_item][acc_item title=““Hauptsache viele Fans!”„] Stimmt auch nicht. Klar, kritische Massen muss man für bestimmte Zwecke überschreiten. Aber wo die liegen, ist sehr individuell…mehr Lesen [/acc_item][/accordion]
[dropcap style=“circle“ colour=“blue“] J [/dropcap]etzt bist du dran. Diskutiere diesen Beitrag mit uns, um weitere Möglichkeiten zu erfahren.

 

[blockquote author=“Dr. Kerstin Hoffmann berät Unternehmen in klassischer PR & Social Web.“ link=“http://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/2012/08/09/ich-hor-immer-facebook-ist-nun-mal-so/“ link_title=“kerstin-hoffmann.de“] Super Beitrag [/blockquote]

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